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Verein fuer politische Bildung, Analyse und Kritik e.V.

ak logo ak - analyse & kritik - zeitung für linke Debatte und Praxis / Nr. 625 / 21.3.2017

»Wir waren wohl etwas zu erfolgreich«

International Ein Gespräch über Schwarzen Aktivismus in Europa, das globale Black-Lives-Matter-Netzwerk und den Aufstieg der extremen Rechten

Interview: Shaheen Wacker

Alicia Graza, Patrisse Kahn-Cullors und Opal Tometi. Drei queere, Schwarze Frauen legten 2013 in den USA den Grundstein für Black Lives Matter. Eine Bewegung, die sich über nationale Beschränkungen hinaus für Schwarze Menschen, queere, trans und behinderte Menschen, sowie Menschen ohne Papiere und »alle Schwarzen Leben entlang des Gender-Spektrums« öffnet, wie es auf blacklivesmatter.com heißt. Das Engagement der Gründerinnen ist geprägt von intersektionalen Kämpfen und dem Drang nach Veränderung. Die europäischen Aktivistinnen Jessica de Abreu (Anti Black Piete Movement) aus den Niederlanden, Modi Ntambwe (European Network for People of African Descent, ENPAD) aus Belgien sowie Kuchenga Shenjé (Bent Bars, Collective Black Lives Matter UK) und Natasha Nkonde (Sisters Uncut, Black Lives Matter UK) trafen sich im Februar anlässlich des Black History Month in Berlin.

Welche Kämpfe haben euch persönlich dazu bewegt, politisch aktiv zu werden und als Aktivistinnen einer Bewegung wie Black Lives Matter beizutreten?

Modi Ntambwe: Ich bin in Belgien aufgewachsen, in Afrika geboren. Allein mit der Erfahrung, Schwarz zu sein, regt sich Misstrauen gegenüber sozialer Ungleichheit und Diskriminierung. Für mich hat das bedeutet, mir auch über meine eigenen Privilegien bewusst zu werden, denn es gab auch Formen des Unrechts, denen ich auf Grund meines familiären Status nicht ausgeliefert war. Durch diesen Prozess bin ich nun mehrheitlich von Leuten umgeben, die diese Privilegien auch für alle Anderen zugänglich machen wollen.

Jessica de Abreu: Es ist egal, wo du dich als Schwarze Person innerhalb des gesellschaftlichen Spektrums bewegst, du wirst immer als ein Problem markiert. Die Anti-Black-Piet-Bewegung versucht, institutionellen Rassismus zu thematisieren. Deshalb bin ich in dieser Bewegung aktiv.

Kuchenga Shenjé: Ich bin das Kind panafrikanistischer Eltern. Ich wurde in einem Zuhause umgeben von einer Menge Literatur und geprägt von Schwarzem Bewusstsein aufgezogen. Aber zugleich wurde ich als »Feind im Innern« betrachtet. Meine Queerness und meine Weiblichkeit passten nicht zu dieser Politik der Anständigkeit. Nachdem ich als Teenager zu Hause rausgeschmissen wurde, musste ich mich an die Arbeit machen, meine Schwarze und queere und feminine Realität zusammenzubringen, erstmal auf einer persönlichen Ebene. Inzwischen bin ich in verschiedene politische Gruppen eingebunden. Was mich erfüllt, ist die gelebte intersektionelle Politik, die selbstverständlich geworden ist in diesen Gruppen.

Natasha Nkonde: Für mich ist Black Lives Matter eine Intervention in frühere Strukturen Schwarzer politischer Organisierung. Jetzt ist es möglich, dein gesamtes Selbst - als queere Person, als Trans-Person, als behinderte Person, als arme Person, als Person ohne gültige Aufenthaltspapiere, als Migrant_in - in die politische Bewegung einzubringen. Es ist beeindruckend, dass wir all diese queeren, Schwarzen Frauen haben, die diese Bewegungen anführen. Klar waren zu allen Zeiten queere Leute, LGBT-Personen oder Menschen mit Behinderungen in Schwarzen Bewegungen aktiv. Aber es war ihnen eben nicht gestattet, im Vordergrund zu agieren.

Auf der Webseite BlackLivesMatter.com positioniert sich BLM als inklusive Bewegung, deren Agenda über die Tötung von Schwarzen Menschen hinaus geht. Könnt ihr Aktionen aus eurer politischen Praxis beschreiben, in denen diese Haltung deutlich wird?

N.N.: Im August 2016 haben wir die Autobahn blockiert, die zum Londoner Flughafen Heathrow führt. Wir wollten die Aufmerksamkeit auf die Internierungslager für Geflüchtete lenken, darauf, dass dort mehrheitlich Schwarze Frauen eingesperrt sind. Es gibt viele Internierungslager in Großbritannien, die voll sind mit nicht weißen Menschen. Eine Zeit lang wurden Frauen dort sogar mit ihren Kindern eingesperrt. Wir wollen über Todesfälle in diesen Lagern oder bei Abschiebungen sprechen. Wir wollen über Genzen sprechen und über die Toten im Mittelmeer. Im September haben wir dann eine Aktion am London City Airport gemacht, um auf den Klimawandel aufmerksam zu machen. Auch wenn das bisher keine internationale Organisation anerkennt, gibt es schon heute Klimaflüchtlinge, in der Mehrheit Schwarze Menschen oder People of Color. Was auf uns zukommt, ist ein Genozid in Folge des Klimawandels.

Der London City Airport ist ein Businessflughafen, den hauptsächlich Geschäftsleute nutzen, die mit dem Flugzeug zur Arbeit kommen. Er liegt in der Nähe einer armen Gemeinde, in der vor allen nicht weiße Menschen leben, und wird gerade vergrößert. Viele Leute in der Umgebung leiden wegen der Luftverschmutzung an Atemwegserkrankungen, die anliegende Gemeinde war mit den Standort nie einverstanden. Nun werden neue mehrspurige Straßen durch diese Viertel gebaut. Wir versuchen, für diese Probleme eine Öffentlichkeit herzustellen, aber auch größere Zusammenhänge aufzuzeigen: Etwa dass diejenigen, die die Hauptlast des Klimawandels tragen werden, genau die Leute sind, die am wenigsten von kapitalistischem Wachstum profitieren. Es ging uns darum, den Rahmen zu erweitern, in dem über die Lebensrealität Schwarzer Menschen gesprochen wird. Das geht über Todesfälle in Polizeigewahrsam hinaus, aber die Medien brechen den Diskurs immer wieder auf dieses Thema herunter. Sie erlauben uns nicht, mehr als ein Problem zu haben.

K.S.: Wir haben in den letzten Jahren eine Erweiterung dessen erlebt, was politische Praxis bedeutet, einschließlich Social Media, wo #BlackGirlMagic und #BlackBoyJoy zelebriert werden. Und ich habe für mich festgestellt, dass ich mir als Trans-Frau immer darüber bewusst sein muss, dass jeder Tag für mich Kampf bedeuten kann, sobald ich das Haus verlasse. Wenn du sichtbar queer und trans bist, heißt das, dass deine Existenz allein schon Kampf bedeutet. Ich möchte also klarstellen, dass ich jedem, der mir da draußen mit Rassismus oder Transphobie begegnet, mit einem breiten Grinsen die Zähne zeige - auch das bedeutet im weitesten Sinne politische Praxis. Es bedeutet, wir lassen uns auch auf alltäglicher Ebene nicht kaputt machen.

Entspricht es eurer Erfahrung, dass die Medien gegen die Idee von Black Lives Matter als internationalem Netzwerk arbeiten, in dem sie den Diskurs immer wieder auf den US-Kontext zurückwerfen, statt darüber zu berichten, wie sich die Erfahrungen Schwarzer Menschen von Land zu Land unterschiedlich gestalten?

N.N.: Die Frage, die uns nach unserer ersten Aktion am meisten gestellt wurde, war so in etwa: »Wir verstehen, warum Black Lives Matter in den USA existiert, aber wofür braucht ihr das hier?« Das hat mich umgehauen. Wir beobachten, wie Journalist_innen alle unsere Interviews zurechtschneiden, die Art der Fragestellung. All das führt uns immer zu diesem Punkt, als wären wir eine Organisation, die nur um ein Problem kreist.

K.S.: Da ist ein Verlangen danach, Amerika als die größte und böseste Macht von allen zu sehen. Das ist sehr bequem, und es ist ein Problem dieser Journalist_innen, denn sie wissen eigentlich genau, was hier passiert. Aber mit dem Finger auf einen schießwütigen Beamten des LAPD zu zeigen ist viel leichter, als den Blick darauf zu richten, dass eine Schwarze Person, die es bis hierher geschafft hat, mit einer Ausbildung, die mit deiner vergleichbar ist, trotzdem auf der untersten Stufe in irgendeinem unterbezahlten Hilfsjob landet. Das ist ein Problem von Nicht-sehen-Wollen, wie rassifiziert diese Gesellschaft ist, in der wir leben.

J.d.A.: Das ist genau der Grund, weshalb wir das Netzwerk ENPAD aufgebaut haben. Denn es gibt unterschiedliche Communities in Deutschland, in Belgien, in den Niederlanden und anderen europäischen Ländern. Uns gibt es hier seit langer Zeit. Aber wir als europäische Schwarze Realität bleiben unsichtbar.

Wie verbindet ihr eure Themen und Proteste mit anderen Bewegungen, mit Refugee-Protesten oder Gewerkschaftsbewegungen?

K.S.: Um ehrlich zu sein, intellektuell ist es gar nicht so schwer, diese Verbindungen herzustellen. Man muss sich bloß dazu entschließen, intersektional zu sein. (Lacht) Ich hatte das Glück, das Weltsozialforum in Nairobi 2007 besuchen zu können, dieses Riesentreffen von Aktivist_innen aus der ganzen Welt. Wir bräuchten vermutlich mehr Events dieser Art, die Leute aus unterschiedlichen Bewegungen zusammenbringen. Ich denke, wir können die Bedeutung echter Treffen und Begegnungen gar nicht hoch genug einschätzen.

N.N.: Die Organisierung von Arbeiter_innen ist ganz klar sehr wichtig für Black Lives Matter UK. Aber es ist ebenso wichtig zu verstehen, dass die Strukturen der Gewerkschaften in Großbritannien immer schon problematisch waren. Es ist immer eine Herausforderung zu wissen, wie wir als Black Lives Matter mit diesen Organisationen interagieren sollen. Wir müssen immer wieder Grundsätzliches debattieren - ein Problem, das wir in intersektionalen, feministischen Formen von Organisierung nicht haben. Das ist so langweilig, gleichzeitig ist es unbedingt notwendig, dass wir ein Teil dieser Gewerkschaftsbewegung sind. Mein Interesse gilt daher einem Dialog, der intersektionale, feministische Organisationsweisen fordert, aber zugleich auch mit anderen Organisationen in Kontakt bleibt. Denn auch wenn es um Arbeitnehmerrechte geht, sind Schwarze und People of Color am stärksten betroffen.

M.N.: Dieselbe Problematik gibt es auch in Bezug auf Parteien. Sie basieren auf Strukturen, die den am meisten benachteiligten Arbeiter_innen nicht nützen. Schwarze Arbeiter_innen stehen ganz unten. Die am meisten benachteiligten Personen, wenn es um politische Macht geht, sind ebenfalls Schwarze Menschen. Wir müssen Wege finden, uns aus diesen Strukturen heraus zu bewegen, um möglicherweise unsere eigenen zu erschaffen, die im Zentrum der eigenen Erfahrungen verankert sind, um sicherzustellen, dass die Interessen eines jeden Mitglieds repräsentiert werden. Aktuell sind die Leute zwar Mitglieder in Gewerkschaften, aber sie müssen sich Strukturen und einer Mentalität fügen, die nicht gut für sie sind. Innerhalb der Gewerkschaften muss Bildungsarbeit geleistet werden, damit ein Bewusstsein für die weiße Vormachtstellung entsteht, die dort systematisch installiert ist. Denn natürlich sind die Gewerkschaften davon geprägt, wir sind schließlich in Europa.

K.S.: Ja, es ist sehr schwer, die notwendige Veränderung in Institutionen zu bewirken, die hierarchisch strukturiert sind. Ich bin mir bewusst, dass die Probleme, mit denen ich konfrontiert bin, zum Teil sehr spezifisch sind. Als Schwarze Trans-Frau kann ich nicht in eine Institution gehen und hoffen, dass sie verstehen, wofür gekämpft werden muss. Ich muss mich also selbst in den Mittelpunkt bringen, die Selbstachtung haben und laut sprechen, wenn es sein muss. Ich muss lernen, mich damit wohl zu fühlen, in einer Führungsrolle zu sein und eine Verfechterin für mich selbst, für meine Sache, für uns als Schwarze Menschen, als queere Menschen, Menschen mit Behinderungen.

Für Schwarze Menschen und People of Color ist der Aufstieg rechtsextremer, nationalistischer Parteien und faschistischer Gruppen überall in Europa keine Überraschung, er steht in einer gewalttätigen historischen Tradition. Mich würde trotzdem interessieren: Wie haben sich durch den Brexit die Bedingungen für Schwarzen Aktivismus in UK verändert? Wie wirkt sich der Aufstieg rechtsextremer Parteien in den Niederlanden und Belgien auf eure Arbeit aus - und auf die Menschen, mit denen ihr arbeitet?

J.d.A.: Wir sind am Arsch. (Alle lachen) Bei uns sind am 15. März Wahlen, und es ist scheiß beängstigend. Die Geert-Wilders-Partei PVV - eine rechtsradikale, islamophobe, rassistische Partei - führt in den Umfragen. Soviel ich weiß, ist Ostdeutschland teilweise eine No-Go-Area für Schwarze Menschen. Und nun gibt es so etwas vielleicht bald auch in den Niederlanden. Es ist schlimmer denn je.

M.N.: Es wird harte Arbeit. Nicht nur das Wahlverhalten der Leute hat sich geändert, es gibt auch keine Illusionen mehr über die Heuchelei der weißen Wähler. Selbst dein bester Freund könnte ein Wähler der extremen Rechten sein. Zudem ist die Tür zu etwas wieder aufgestoßen, was es lange nur unterschwellig gab: Du bist in der Öffentlichkeit wieder offenem Rassismus ausgesetzt. Wir müssen nun jeden Tag auf rassistische Zwischenfälle gefasst sein, überall, zu jeder Zeit, von Personen jeden Alters. Wenn ich mich frage, was wir tun können, denke ich, wir brauchen vor allem viel mentale Stärke. Was wir oft vergessen, wenn wir über die Sklaverei sprechen: wie stark versklavte Menschen waren, wie stark sie auch mental Widerstand geleistet haben. Das ist der Grund, weshalb es noch heute ein kulturelles Erbe dieser Menschen in den Ländern gibt, in die sie verschleppt wurden. Diesen mentalen Widerstand zu leisten, steht heute wieder ganz oben auf der Agenda.

N.N.: Es gibt noch ein anderes Moment: Der Neoliberalismus ist gescheitert, viele Leute reden darüber. Das ist positiv. Die sozialdemokratischen Regierungen sind gescheitert, und wir können jetzt hoffentlich ehrlicher darüber diskutieren, welche Alternativen es gibt. Denn der Kapitalismus kann die Mehrheit der Weltbevölkerung nicht befreien. Es ist einfach nicht möglich. Die Mehrheit wird immer arm bleiben, eine Unterklasse bleiben. Vielleicht haben wir in diesen Zeiten die Möglichkeit, einige Narrative zu korrigieren. Ganz ehrlich: Die ganze Idee, dass wir diese Leute nur davon überzeugen müssten, dass Migrant_innen gut sind und unterm Strich ein Vorteil für alle - wie lang haben wir das jetzt versucht? Als wäre das ein Argument: Damit ihr uns Menschlichkeit zuerkennt, müssen wir erstmal unseren Wert und Nutzen innerhalb des kapitalistischen Systems unter Beweis stellen. Das ist wirklich ein komplett unbrauchbarer, idiotischer Ansatz, um für Befreiung zu kämpfen, und er hat nie funktioniert. Ich bezeichne mich mittlerweile als Bad Immigrant (schlechte Migrantin). Das ist sehr befreiend. Seit wir von Sambia nach UK gezogen sind, als ich sechs war, haben mir meine Eltern erzählt, wenn ich mich nur genug anstrenge, wenn ich nur zur Uni gehe, wenn ich nur meine britische Staatsbürgerschaft bekomme, wenn ich nur dies und das und jenes mache, dann könnte ich ein gutes Leben und eine schöne Zukunft haben, und meine Kinder würden sich keine Sorgen machen müssen. Aber das stimmt alles nicht. Der Aufstieg des Faschismus zeigt nun, dass all diese liberalen Ideen und Versprechen nichts als Bullshit sind.

K.S.: Ich persönlich bin froh, dass wir uns von der Idee verabschiedet haben, wir lebten in einer Zeit, in der Rassismus überwunden ist. Das war ermüdend. Ich musste mir dauernd von weißen Liberalen anhören, dass wir uns gar keine Sorgen machen müssten. Der US-amerikanische Aktivist Van Jones hat im Zusammenhang mit Trumps Wahlerfolg den Begriff Whitelash ins Gespräch gebracht. Wir waren ein kleinwenig zu erfolgreich. Wir laufen rum, feiern uns selbst und sehen dabei auch noch wunderbar aus. Ich glaube, das ist sehr befremdlich für diese Menschen, die dazu erzogen wurden, sich als überlegen zu verstehen. Wir nehmen jetzt unseren Platz am Tisch ein. Im Grunde treten wir die weiße Vorherrschaft vom Thron. Was wir dabei allerdings nicht vergessen dürfen ist, dass sie Schusswaffen haben.

Shaheen Wacker lebt in Berlin, sie schreibt und fotografiert. Mehr auf ihrer Seite berlinindustry.de.

Das Gespräch fand Ende Februar, drei Wochen vor den Wahlen in den Niederlanden, statt.

Die Gesprächspartner_innen

Black Lives Matter in Europa? Die hierzulande durchaus weit verbreitete Ansicht, dass die USA ein Rassismusproblem haben, geht Hand in Hand mit großen Widerständen, über den Rassismus in den europäischen Gesellschaften, aber auch in sozialen Bewegungen und den eigenen Köpfen zu sprechen. Natasha Nkonde und Kuchenga Shenjé sind Aktivist_innen bei Black Lives Matter UK (blacklivesmatteruk.org). Die Bewegung wendet sich gegen rassistische Polizeigewalt, aber ebenso gegen Abschiebehaft, die Folgen des Klimawandels und dagegen, dass Europa jedes Jahr Tausende Menschen im Mittelmeer ermordet. Natasha Nkonde ist außerdem bei Sisters Uncut aktiv, einer feministischen Initiative gegen sexistische Gewalt (www.sistersuncut.org), Kuchenga Shenjé im Bent Bars Project, das Unterstützung für LGBTI-Strafgefangene organisiert (bentbarsproject.org). Das European Network for People of African Descent (enpad.eu), in dem Jessica de Abreu und Modi Ntambwe mitarbeiten, setzt sich anlässlich der von der UN ausgerufenen Dekade für die Rechte von Menschen afrikanischer Herkunft (2015-2024) gegen rassistische Diskriminierung und für eine europäische Schwarze Bewegung ein. In Deutschland ist die Initiative Schwarze Menschen in Deutschland (isdonline.de) Mitglied von ENPAD. Jessica Abreu arbeitet außerdem bei Stop Blackface (stopblackface.com) mit, einer Kampagne gegen die Schwarze-Piet-Tradition in den Niederlanden und rassistische Kostümierungen überhaupt.