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Emission Impossible

Was tun gegen die kapitalistische Klimazerstörung?

Fabian Mohr CC 2.0

Fast täglich neue Schreckensmeldungen über die nahende ökologische Katastrophe: Hitzerekorde treiben nicht nur Klimaforscher*innen den Schweiß auf die Stirn, riesige Waldflächen fallen Bränden zum Opfer, mit ihnen verschwinden die großen CO2-Speicher der Erde. Die arktischen Permafrostböden tauen in atemberaubendem Tempo. Vielerorts werden bereits Werte gemessen, die Expert*innen erst für 2090 erwartet hatten.

Der Klimawandel ist da. In nicht mal 200 Jahren hat die kapitalistische Produktionsweise es geschafft, die Welt an den Rand des Kollaps zu wirtschaften. Der Weltklimarat rechnet mit einer Erderwärmung um 1,5 Grad Celsius schon bis 2040 - mit dramatischen Folgen. Um das zu verhindern, müssten die Treibhausgase in den nächsten zehn Jahren um mehr als 50 Prozent gesenkt werden. Innerhalb des Kapitalismus ist das nicht erreichbar. Die faschistische Rechte, die den Klimawandel leugnet und den Kampf gegen Migrant*innen propagiert, spricht aus, was die Weiter-so-Politik sowieso bedeutet: eskalierte Gewalt an jenen, die vor den Verwüstungen des Klimawandels fliehen müssen.

Inzwischen mischen sich aber auch anderen Stimmen in die Diskussion. Die Jugendbewegung Fridays For Future appelliert an die Politik, den Planeten zu retten. Die Kampagne Ende Gelände blockiert die Braunkohleförderung und wirft so die Frage auf, mit welchen Mitteln die Konfrontation mit den Klimakillern organisiert werden kann. Individuelle Verhaltensänderungen können den Klimawandel nicht aufhalten. Über Klimaschutz nachdenken heißt, die Systemfrage zu stellen.

Im ak-Sonderheft nehmen wir diese Zusammenhänge in den Blick und fragen, welche Handlungsoptionen es gibt.

40 Seiten mit Beiträgen von Tomasz Konicz, Juliane Schumacher, Camila Moreno, Alfred Kollmeier, Samuel Decker, Thea Riofrancos, Manuel Kreutle, Uwe Fuhrmann, Ulrich Brand, Maximilian Becker, Tobias Kalt, Jonas Lage und Anne Siemon

3,80 Euro + Porto, Buchläden und Wiederverkäufer*innen erhalten Rabatt. Bestellungen an vertrieb [at] akweb [.] de oder ak - analyse & kritik, Rombergstraße 10, 20255 Hamburg

Inhalt

Zu effizient für diese Welt.
Der Kapitalismus hat sich an den Rand der Weltzerstörung produziert - nun liefert die faschistische Rechte die mörderische Ideologie für den Extremismus des Bestehenden.
Von Tomasz Konicz

Wie warm denn noch?
Der Klimawandel ist da. Wie er abläuft, was ihn verursacht und wieso er immer noch geleugnet wird.
Von Juliane Schumacher

Wie im Fernlicht.
CO2-Bilanzen und Emissionshandel sind nicht Teil der Lösung, sondern Teil des Problems.
Von Camila Moreno

Die eigene Mast als Schlankheitskur erleben.
In den imperialen Zentren sinken die Kohlenstoffemissionen. Doch der Konsum CO2-intensiver Güter steigt.
Von Alfred Kollmeier

Einfach mal am Boden bleiben?
Warum Fliegen imperial ist, sich so wenig ändert und wie erste Schritte einer radikalen Transformation aussehen können.
Von Maximilian Becker, Tobias Kalt, Jonas Lage und Anne Siemon

Bitte keine Verzichtsdebatten.
Eine linke Antwort auf nationale Abschottungspolitik muss die Ausbeutung anderer Länder kritisieren.
Von Samuel Decker

Kämpfe um das globale Thermostat.
Eingriffe in das Klimasystem bedeuten mehr Macht für das Militär und bergen geopolitische Risiken.
Von Manuel Kreutle

Aus der Armut gegraben.
In Ecuador ist die Linke hin- und hergerissen zwischen dringendem Entwicklungsbedarf und den Folgen des Ressourcenabbaus.
Von Thea Riofrancos

»Der Klimaterror muss blockiert werden«.
Patrick Bond über den Zyklon Idai, Anti-Kohle-Kämpfe in Südafrika und die globale Bewegung für Klimagerechtigkeit.
Von Juliane Schumacher

Kann ein Green New Deal den Klimawandel aufhalten?
Warum die Pläne des linken, ökologischen Flügels der US-Demokraten schlechte Chancen haben.
Von Tomasz Konicz

In der Wachstumsfalle
In den Gewerkschaften wird wieder über die Umwelt diskutiert. Die Debatte setzt zu sehr auf ökologische Modernisierung.
Von Ulrich Brand

Ein politischer Klimastreik ist möglich.
Gewerkschaften haben mehr Möglichkeiten, als ihre Mitglieder zum Ausstempeln aufzufordern.
Von Uwe Fuhrmann